Vorteile und Nachteile

Gemeinsames Konto

Gemeinsamer Haushalt, gemeinsames Konto. Was so einfach klingt, endet bei vielen Paaren in unendlichen Diskussionen und Streitereien. Wer seine Finanzen zusammenlegt, muss klare Absprachen treffen.

Vorteile des gemeinsamen Kontos

Bei Führung eines Haushalts liegen die Vorteile eines Gemeinschaftskontos auf der Hand:

  • Abwicklung der monatlichen Kosten über ein Konto
  • Transparenz
  • Übersichtlichkeit
  • Kostenersparnis, da nur ein Konto geführt wird

Vorteilhaft ist das gemeinsame Konto bei unvorhergesehenen Ereignissen. Ist es für einen Partner nicht möglich auf das Konto zuzugreifen, so kann der andere Partner alle Finanzgeschäfte erledigen. Bei einem Krankenhausaufenthalt oder einer längeren Abwesenheit entfallen bürokratische Hürden.

Steuerliche Nachteile

Die Führung eines gemeinsamen Kontos birgt nicht nur Vorteile. Gerade für Paare, die nicht verheiratet sind, können sich Nachteile ergeben. Neben den Schwierigkeiten bei einer Trennung können mit dem Finanzamt Probleme auftreten:

  • Zahlt ein Partner eine höhere Summe ein, könnte das Finanzamt eine Schenkung an den anderen Partner vermuten. Je nach Höhe der Einzahlung wird Schenkungssteuer fällig.
  • Wird der Betrag vom Gemeinschaftskonto auf ein Einzelkonto überwiesen, kann es sogar zu einer doppelten Besteuerung des Betrages kommen.
  • Ein Freistellungsauftrag gilt nur bei Ehepaaren, Zinserträge werden bei Lebenspartnern zunächst voll besteuert. Die Einrichtung eines Freistellungsauftrages ist nicht möglich.
  • Für einen Sollsaldo haften beide Partner gesamtschuldnerisch. Das heißt, jeder Kontoinhaber steht für die gesamte Summe gerade, auch wenn der Partner den Negativsaldo verursacht hat.
  • Die Bank kann von jedem Kontoinhaber die Rückzahlung der vollen Summe einfordern.

Fazit

Wer einen gemeinsamen Haushalt führt und die Finanzen zusammen regelt, fährt mit einem gemeinsamen Konto sehr gut. Vor allem für Ehepartner ist eine gemeinsame Kontoführung ideal. Voraussetzung sind Vertrauen und klare Absprachen. Partner, die nicht verheiratet sind, sollten die Fallstricke eines Gemeinschaftskontos beachten. Sind größere Geldeingänge zu erwarten, so wird aus steuerlichen Gründen vor einer Abwicklung über das gemeinsame Konto abgeraten.

Praktisch ist eine Lösung über ein Drei-Konten-Modell. Dabei behält jeder der Partner sein eigenes Konto, über das die monatlichen Gehaltseingänge laufen. Gemeinsame Zahlungen werden über ein Gemeinschaftskonto abgewickelt, auf das jeder monatlich einen bestimmten Betrag einzahlt.

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